Anton Zoran Music

Melancholie und Gelassenheit

Werke der Matasci-Sammlung

Von 2. September bis zum 24. März 2018

Versnissage Freitag, 24. November um 18.00 Uhr

 „Wider das Vergessen“
Verschiedne Umstände bewirkten, dass Matasci Arte zu Lebzeiten Zoran Musics keine monographische Ausstellung des Malers einrichten konnte. Nun kommen wir auf  ihn zurück. Music, einer der profundesten Künstler unserer Kultur, konzentrierte wie kaum ein anderer das existentielle Drama des 20. Jahrhunderts und seiner Geschichte in seinen Gemälden.  Music in seinem Werk erinnern bedeutet, sich erneut eingehend mit dem vergangenen Jahrhundert zu beschäftigen und mit den Tragödien, welche diese zerrissene Zeit so stark prägten, auseinanderzusetzen.

Anton Zoran Music
Görz 1909 – 2005 Venedig

Geboren am 12. Februar 1909 in Görz, dazumals österreichisch-ungarisch. Wegen des Krieges ist seine Kindheit geprägt von häufigen Umzügen. Von 1930 bis 1935 studiert er an der Akademie für Schöne Künste in Zagreb. Sein Lehrer ist der Kroate Babic, Schüler von Stuck in München. Im Anschluss daran hält er sich für fast ein Jahr in Spanien auf, bis dort der Bürgerkrieg ausbricht und er dieses Land verlässt, um nach Dalmatien zurückzukehren. 1943 besucht er zum ersten Mal Venedig, eine Stadt, die ihn stark bewegt und die er wegen der Vielfalt ihrer kulturellen Wurzeln geistesverwandt empfindet.

1944 verhaftet ihn die Gestapo in Triest: Man beschuldigt ihn der Zusammenarbeit mit antideutschen Gruppen und deportiert ihn nach Dachau. Der Vernichtung entronnen keht er in schlech-tem Gesundheitszustand nach Görz zurück. Von den 200 Zeichnungen Musics, die in Dachau entstanden, waren nach Kriegsende 35 erhalten geblieben. Sie bildeten die Grundlage für das 1970 geschaffene Werk Nous ne sommes les derniers. Nach einiger Zeit zieht er endgültig nach Venedig, wo er 1948 zum ersten Mal an der Biennale teilnimmt. In diesen Jahren erlangt Music national und international Aufmerksamkeit. 1952 hat er seine erste Ausstellung in Paris, in der Galerie de France; im Jahr darauf richtet er sich auch ein Atelier in der französischen Hauptstadt ein.

Von da an wächst das Interesse an Musics Werk fortwährend, sowohl von Seiten der Sammler als auch seitens der Kritik und der internationalen Galerien. An der Biennale 1956 erhält er den “Grossen Preis der Grafik”. Seine erste Retrospektive findet 1972 im Musée de l’Art Moderne de la Ville de Paris statt. Von den vielen wichtigen Ausstellungen seien erinnert: Hommage an Music anlässlich der Biennale 1984; Retrospektive am Museum Correr in Venedig (1985), im Museum Jenisch in Vevey (1986), am Centre Pompidou in Paris (1988), an der Französischen Akademie in Rom (1992).1995 richtet Jean Clair eine grosse Music-Ausstellung im Grand Palais von Paris ein.

Am 25. Mai 2005 stirbt Music in Venedig.

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